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Vor circa 2 Wochen habe ich mich entschieden zu fasten. Irgendwie fühlt ich mich zum Jahresstart so schwerfällig, träge und vor allem müde. Eines Abends saß ich im Zug und da schoß es mir in den Kopf „Hey ich könnte doch mal fasten“. Ich hatte ja keine Ahnung und so war mein nächster Schritt google Fragen. Daraufhin bin ich auf den Podcast „Einfach lebensfroh – Ganzheitlich gesund leben“ von Alex Broll gestoßen. Sie thematisierte gerade in ein paar Folgen das Fasten. Ich habe sie mir angehört und mich darüber hinaus informiert und der Plan wuchs. Wann sollte ich das ganze machen? Wie funktioniert das eigentlich? Bestehen Risiken? Schaffe ich das? Was das Thema Heilfasten angeht da gehen die Meinungen ja sehr auseinander. Schwachsinn sagen die einen, eine Art von Heilmittel die anderen.

Mein Leitfaden

Ich bin dann in die Buchhandlung um mich über die verschiedenen Formen des Fastens informieren. Es gibt ja nicht nur Heilfastenmethoden, bei denen man gar nichts isst. Da gibt’s auch Rohkostenfasten, Saftfasten, Detoxkuren usw. Das GU Buch sprach mich mich im Buchladen am meisten an. Es thematisiert aber nur das klassische Heilfasten mit Brühe, Wasser und Tee.  Klasse finde ich, dass es schön beschreibt, was im Körper passiert, wie man in der Fastenzeit auf sich achtet, was man bei Wehwehchen so machen kann und es enthält Rezepte für Brühe und Säfte. Besonders toll fand ich es, dass es für jeden Fastentag einen Leitfaden gab mit Mahlzeiten, Yogaübungen und Aufgaben wie Spaziergängen.

Wie ist es mir nun ergangen?

An einem Sonntag begann ich mit dem Vorbereitungstag. An diesem Tag verzichtet man auf Kaffee und schwere Kost. Den ersten Vorgeschmack wie die Woche werden sollte bekam ich hier – mit einer Tasse Pfefferminztee saß ich neben meinem Freund im Kaffee der ein leckeres Apfelküchlein verspeiste. Das war schon mal hart. Am nächsten Tag war dann Startschuss. Ich folgte dem Leitfaden meines Buches und begann diesen mit einem Morgenspaziergang. Darauf folgte Tee und *lecker* Glaubersalz. Zuerst war mein Plan diesen Teil wegzulassen aber wenn man nicht komplett „leer“ ist hat man a) mehr Hunger da Magensäfte produziert werden und b) kann es zu einer Art Rückvergiftung kommen. Das mit dem Salz war auch gar nicht schlimm. Es folgte dann Mittags eine selbstgekochte Gemüsebrühe mit Karotte, Kartoffel und Lauch zum Mittag und ganz ganz viel Tee und Wasser. Jeden Abend gab es dann noch einen frisch gepressten Orange-Grapefruit Saft. Das wars. So sah mein Alltag dann für ganz 5 Tages aus.

Bewegung war ebenfalls wichtig. So habe ich versucht morgens und nachmittags einen Spaziergang oder einmal am Tag einen langen Spaziergang zu machen. Auch die Lunge entgiftet und braucht Nachschub an frischer Luft. Außerdem purzeln dann noch ein paar mehr Pfunde ;).

„ich fühlte mich wie eh und je“

Überrascht war ich, wie leicht mir die Fastenwoche fiel. Ich hatte keine Nebenwirkungen, ich war topfit, hatte keine Kopfschmerzen, keines bis kaum Hungergefühl und es tat richtig gut. Eigentlich bin ich keine Person die gut verzichtet aber da die Regeln so strickt waren, war es ganz einfach. Ehrlich gesagt hatte ich schon Bedenken, ob ich in der Woche ganz normal arbeiten konnte aber das war ebenfalls kein Problem. Kurzum: ich fühlte mich wie eh und je.

Am Samstag war dann der Tag der Erlösung und nach meinem Morgenspaziergang ging es dann ans Fastenbrechen mit einem Apfel. Eigentlich sagt man, der Apfel den du dann isst, ist der beste auf der ganzen Welt. Naja, war halt ein Apfel. In den ersten Tagen, den sogenannten Aufbautagen, isst man dann schonend. Leichte Kost und Gemüse. Hier gibt es auch Rezeptvorschläge im Buch.

Mein Fazit

Während des Fastens habe ich immer darauf gewartet, dass das „ich fühle mich wie neugeboren“ Gefühl auftritt. Aber so wirklich habe ich mich nicht anders gefühlt. Jetzt 2 Wochen nach der Fastenwoche spüre ich den Effekt vor allem daran, dass ich um soooo viel fitter bin. Ich komme endlich wieder aus dem Bett und habe keine Müdigkeit mehr am Nachmittag, geschweige denn am Abend. Schon allein deshalb hat es sich gelohnt.  Außerdem fällt es mir jetzt wieder leichter gesünder zu essen und ich habe viel weniger Lust auf ungesundes. Vor allem Kaffee, Salz und Zucker versuche ich noch zu vermeiden.

Nächstes Jahr möchte ich gerne wieder Fasten. Ich denke, es wäre total schön die FastenWoche mit einem Trip in die Natur zu verbinden. So reinigt man nicht nur den Körper sondern auch den Geist umso besser.

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